FORTBILDUNG 

Es geht los! Nach rund fünf Jahren „Story Care“ auf Hamburger Palliativstationen und in Hospizen, biete ich jetzt im Zuge des großen Interesses auch eine Fortbildung an! Im ersten Durchgang begleiten mich Dr. Markus Faust, Chefarzt für Palliativmedizin in der Asklepios Klinik Hamburg St. Georg, und Janett Peters, stellvertretende Stationsleitung und Pallative-Care Fachkraft. Während Story Care der Dach-Begriff meiner Tätigkeit bleibt, nennen wir das entstehende Dokument fortan die Palligrafie, ein Wortspiel aus „Palliativ“ und „Biografie“, angelehnt an die Kalligrafie, die Kunst des schönen Schreibens. 

Im April und im Juni 2024 wollen wir euch diese buchstäblich wunder-volle Arbeit an zwei zusammenhängenden Wochenenden in Hamburg näherbringen – und zwar sowohl aus palliativmedizinischer Sicht als auch aus der Perspektive des Storytellings. Die Palligrafie basiert auf Elementen der „Würdezentrieren Therapie“ (Dignity Therapy) nach Professor Harvey Chochinov, die von mir in narrative Strukturen übersetzt wurden. Neben dem wertschätzenden und würdevollen Rückblick auf das gelebte Leben finden darin u.a. auch persönliche Gedanken über das Sterben ihren Platz.

Von links nach rechts: Janett Peters, Sabrina Görlitz, Dr. Markus Faust

Der Kurs wird auf dem Gelände der Asklepios Klinik St. Georg stattfinden. Am ersten Wochenende setzen wir uns damit auseinander, was genau wir unter der Palligrafie verstehen, d.h. wir befassen uns u.a. mit der Würdezentrierten Therapie, auf der die Palligrafie beruht. An realen Beispielen werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede verdeutlicht. Während ich vor allem über die Kunst des Storytellings spreche und wie diese in der Arbeit mit Palliativpatient*innen zum Einsatz kommt, referieren Dr. Markus Faust und Janett Peters über die Besonderheiten und Herausforderungen in der Arbeit mit Palliativ-Patient*innen und nehmen dabei auch Bezug auf den Einfluss der individuellen Patientenbiografie. 

Des Weiteren geht es um die praktische Umsetzung der Palligrafie. Dafür leiten wir entsprechende Übungen an, um die Teilnehmenden mit dem Format vertraut zu machen. Sie erhalten die erforderlichen handwerklichen und technischen Voraussetzungen. An das erste Kurs-Wochenende schließt sich die Praxisphase an: Bis zum zweiten Fortbildungswochenende sollen alle Teilnehmenden eine Palligrafie selbstständig durchführen. Teilnehmenden aus dem Raum Hamburg, die nicht oder noch nicht an eine palliative oder hospizliche Einrichtung angeschlossen sind, unterstützen wir dabei eine/n geeignete/n Patient*in oder Hospiz-Gast zu finden. Es ist aber auch möglich, die Palligrafie im privaten Umfeld durchzuführen.

Am zweiten Kurs-Wochenende findet ein Erfahrungsaustausch statt und die Fall-Arbeiten werden intensiv besprochen. Wir befassen uns zudem mit der Rolle des Palligrafen/der Palligrafin und der Abgrenzung von anderen Professionen. Darüber hinaus geht es um den Aufbau eines Netzwerkes und darum, wie es gelingen kann, diese besondere Biografie-Arbeit am Lebensende weiter zu verbreiten. 

Termine 

Wochenende 1 

Freitag, 12.04.24, 18.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 13.04.24, 09.30 – 19.00 Uhr
Sonntag,14.04.24, 09.30 – 16.30 Uhr

Wochenende 2

Samstag, 08.06.24, 09.30 – 19.00 Uhr
Sonntag, 09.06.24, 09.00 – 14.00 Uhr

Kursgebühr: 680 €

Kursgröße: Max. 18 Teilnehmer

Du möchtest dich gerne anmelden? Bitte schreibe mir ein paar Zeilen zu deinen Beweggründen für die Kursteilnahme: Hast oder hattest du zum Beispiel bereits Berührungspunkte mit palliativ erkrankten Menschen außerhalb deines Familien- oder Freundeskreises? Oder hast du einen beruflichen Hintergrund, der mit Schreiben oder Textarbeit zu tun hat und möchtest dich jetzt in die Arbeit mit sterbenden Menschen einbringen? Oder gibt es andere Beweggründe?

Ich freue mich auf deine Nachricht!